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Gedanken zum Advent

Die Adventszeit muss man sich leisten wollen! Was damit verbunden ist, fällt vielen immer schwerer: Sich Zeit zu nehmen, um warten und erwarten zu können. Nicht alles gleich haben zu müssen. Früher brauchten Pakete und Briefe manchmal Tage und Wochen, bis sie den Empfänger erreichten. Geduld war angesagt. Heute geht vieles über Nacht. Express! Der Internethandel steht nicht eine Minute still, arbeitet 24 Stunden, an sieben Tagen in der Woche. Alles ist verfügbar. Nachrichten werden heute in Sekundenbruchteilen durch moderne Medien übermittelt. Warten hat sich erledigt. Wirkt deplatziert! Das macht sich bemerkbar.

Der Advent hat es schwer. Manche nennen diese Wochen gar nicht mehr bei ihrem Namen, sondern „Vorweihnachtszeit"! So verschwindet immer mehr mit dem Begriff auch die Prägung dieser Zeit aus dem Bewusstsein. Christbäume verdrängen die Adventskränze. Festbeleuchtung erleuchtet Straßen und Schaufenster trotz Energiekrise, obwohl das Fest doch erst kommt! Praktische Gründe für diese Maßnahmen werden ins Feld geführt!

Es ist eben alles eine Frage der Zeit! Und die Adventszeit muss man sich eben leisten wollen! Zeit, um sich Zeit zu nehmen und zu lassen, eine Erwartungshaltung im guten Sinne des Wortes zu pflegen. Ein Stück Feierkultur aufrechtzuerhalten. Advent ist eine schöne Zeit, wenn man sich für sie Zeit lässt. Sie kündigt an, entwickelt, lässt langsam entstehen. Advent ist eine Zeit für die, die etwas kommen sehen wollen. Eine Zeit, die nicht vorausgreift, sondern jeden Augenblick verkosten will. Ein schönes Zeichen dafür ist der Adventskranz. Vier Kerzen, die nach und nach angezündet werden. Bescheiden, einfach und doch stimmungsvoll. Auch diese Schlichtheit muss man sich leisten wollen. Eine Genügsamkeit, die ausdrückt, dass sich ein Christ als Wartender und Erwartender versteht, als einer der beschenkt und überrascht werden will. Der von Gott noch etwas zu erwarten hat. Der Advent will nicht mehr, aber auch nicht weniger als den Menschen, der wach, und erwartungsfroh seinem Gott mit brennenden Lampen entgegengeht und sich für ihn bereithält, wenn er in der Heiligen Nacht geboren wird und wenn er am Ende meines Lebens, am Ende der Zeit insgesamt, wiederkommen wird.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen vier gesegnete Adventswochen und vier gesegnete Adventssonntage!

P. Ludwig Eifler O.Carm.

  • Erstellung eines Institutionellen Schutzkonzeptes (ISK)

    Jede Pfarrei bzw. Pfarreiengemeinschaft im Bistum Trier und verschiedene Gruppierungen sind aufgefordert, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Institutionelles Schutzkonzept für ihren Bereich zu erstellen. Das zentrale Ziel der Präventionsarbeit im Bistum Trier ist es, Kinder, Jugendliche und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene vor Gewalt und speziell vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Ein weiteres Ziel der präventiven Arbeit ist es, möglichst viele Menschen in der Pfarrei mit dem Schutzkonzept in Verbindung zu bringen und sie so für das Thema zu sensibilisieren und die Haltung der Achtsamkeit zu stärken. Für unsere Pfarrei Alftal, Maria vom Berge Karmel, soll bis zum 31.12.2022 dieses Konzept erstellt sein.

    Verschiedene Vorarbeiten dazu sind geleistet worden. Pater Ludwig hat an der Veranstaltung „Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen – Modul für Personalverantwortliche und Einrichtungsleitungen“ teilgenommen. Damit ist er der Projektverantwortliche.

    Stefan Adams hat die Fortbildung zur „Geschulten Person“ im Bereich präventiver Arbeit gemacht.

    Ferner wurde ein Arbeitskreis gebildet, der sich für die Erstellung und die Umsetzung des Schutzkonzeptes verantwortlich zeigt.
    In diesem Arbeitskreis arbeiten mit:

    P. Ludwig Eifler O.Carm. (Pfarrer), Verantwortlicher

    Stefan Adams (Gemeindereferent)

    Aloys Perling (Pastoralreferent)

    Claudia Maas (Erzieherin in der KiTa Hontheim)

    Petra Schon (Leiterin der Kindertagesstätte Kinderbeuern)

    Vanessa Hempel (Lehrerin)

    Anna Ant (Lehrerin)

    Marlene Schwind (Krankenschwester)

    Bei den zurückliegenden Treffen konnten schon wesentliche Teile des Schutzkonzeptes zusammengetragen werden. So wurde eine Risiko-Potentialanalyse erstellt. Ein so genannter Verhaltenskodex soll auf der Ebene des Pastoralen Raumes erstellt werden, der dann für alle Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften im Wittlicher Raum gelten soll.

    Es wird in den folgenden Treffen darum gehen, die schriftlichen Arbeiten abzuschließen und dann auch das wichtige Anliegen präventiver Arbeit: „Menschen schützen – „Menschen stärken“ in den einzelnen Gruppierungen unserer Pfarrei lebendig werden zu lassen.

    Der Arbeitskreis ist offen für weitere Interessierte, vor allem auch für Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen in einem engeren Kontakt stehen, etwa in der Grundschule, in den Kitas oder auch in Kinder- und Jugendgruppen unserer Pfarrei – im Bereich der Messdienerpastoral oder auch der Sakramentenkatechese (Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung).

    Könnten Sie sich vorstellen, in dieser Arbeitsgruppe mit tätig zu sein? Melden Sie sich dann bitte im Pfarrbüro Kinderbeuern (Tel. 06532/2727)

    Ein nächstes Treffen findet statt am Mittwoch, dem 14. Dezember 2022, 19.00 Uhr, im Pfarrhaus Kinderbeuern.

    Für den Arbeitskreis Prävention
    Stefan Adams

  • Prävention im Bistum Trier

 

 

Weihnachts-Geschenk-Baum-Aktion in der Bausendorfer Kirche

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Pfarrei Alftal, Team Bausendorf, an der Geschenkbaumaktion der Caritas für Familien, Alleinerziehende, Menschen in Armut, schwer kranke Menschen oder an andere Bedürftige aus unserer Region. In der Kirche St. Servatius Bausendorf hängen an einem Weihnachts-Geschenk-Baum von Anfang bis Ende November Umschläge mit allen Infos bereit. Die Spenden werden ohne jeglichen Abzug noch vor Weihnachten an die hilfebedürftigen Menschen weitergeleitet. 

 

Bausendorfer Installation öffnet die Doppeltür zu Erinnern und Mahnen
Kunstwerk zum jüdischen Leben wurde in Bausendorf enthüllt

Der Künstlerin Maria Hill ist es gelungen, mit ihrer Installation an der Kirche in Bausendorf, dem Erinnern und dem Mahnen einen Platz zu geben. In einer Gedenkstunde wurde ihr Werk enthüllt, des friedlichen Miteinanders gedacht, die Zeit des Nationalsozialismus mit Verfolgung, Menschenverachtung und Mord angeklagt und um Frieden für unsere Zeit gebetet.

Der Arbeitskreis Jüdisches Leben in Bausendorf arbeitet seit 2017 an der Frage des Zusammenlebens von jüdischen und christlichen Menschen. Begegnungen bei Dorfrundgängen, Forschungen, Erzählcafés und Gedenkstunden zeigten immer wieder, dass Juden und Christen einander gute Nachbarn und Nächste waren. Menschen auf Augenhöhe mit freundlichem Blick Tür an Tür einander zugewandt und im Cortenstahl der Installation festgehalten, erinnern bleibend an diese Zeit. Doch ein anderer Blick, der weit aufgerissene Blick der Leidenden und Verfolgten der NS-Zeit, klagt an, dass Türen zugeschlagen, Menschen aus ihren Häusern vertrieben und „auf der Flucht und in Lagern zu Tode gebracht und ermordet wurden“, wie es im Gebetstext zur Installation heißt. Ein paar Meter entfernt von dieser Doppelszene findet sich die Installation eines Menschen, der sich diese Widersprüche anschaut. Durch den Betrachter fragt die Installation, was die Menschen heute mit dieser doppelten Erinnerung machen. Am guten Zusammenleben anknüpfen oder abermals Menschen ausgrenzen, ausschließen, verachten, verfolgen? Die Thementafel, gearbeitet aus einem Grabsockel eines der drei jüdischen Friedhöfe, mahnt mit seinem Titel „Tür an Tür“ und vereint das jüdische Symbol des Sterns mit dem christlichen Symbol des Kreuzes. Das Gebet zur Installation spricht von einem gemeinsamen Auftrag: Sie stehe für „weit geöffnete Türen füreinander, die Haltung von Frieden und Miteinander“. Vorgetragen wurde das Gebet von Mitgliedern der Jüdischen Kultusgemeinde Trier, der Evangelischen Kirchengemeinde Wittlich, der Katholischen Pfarrgemeinde Alftal und des Arbeitskreises „Jüdisches Leben“, bergleitet von Musik der Klezmer-Band „Freilich“ der jüdischen Kultusgemeinde Trier unter der Leitung von Irina Ladyjenskaja.

Mit dem „Gebet der Vereinten Nationen“ wurde am Ende der Gedenkstunde der aktuelle Bezug zur  heutigen politischen Situation gezogen. Es liege an uns Menschen, aus unserer Welt „einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt“ würden, „damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen Mensch tragen“.

Zahlreiche Interessierte und Engagierte aus Kommunen, jüdischer Kultusgemeinde, Kirchen, Vereinen, Institutionen und dem großen Kreis der Spender würdigten die achtsame und differenzierte Installation der Künstlerin Maria Hill und das Engagement des Arbeitskreises „Jüdisches Leben Bausendorf“ der Pfarrei Alftal.

Geplant sind ein Jüdisches Erzählcafé am Sonntag, 29. Januar 2023, um 15:00 Uhr im Gemeindezentrum, mit dem Filmangebot „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ mit dem Bitburger Filmemacher Adolf Winkler und ein Dorfrundgang zu Häusern ehemals jüdischer Bewohner am 24. März 2023, 15:00 Uhr, Treffpunkt ist die Erinnerungs- und Gedenkinstallation auf dem Kirchplatz.

Nähere Infos gibt es bei Pastoralreferent Armin Surkus-Anzenhofer unter armin.surkus-anzenhofer@bistum-trier.de oder unter der Nummer 0160/7490005.

 

 

Neues aus dem Pastoralen Raum Wittlich
Der Pastorale Raum Wittlich hat seinen ersten Rat

Ende September hat sich der erste Rat des Pastoralen Raums Wittlich gebildet.

Die neu fusionierten Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften haben je zwei Personen aus ihren Gremien für die Mitarbeit im Rat gewählt und entsendet. Aus der Pfarrei Alftal sind das Anne Hommes und Marlene Schwind.

Insgesamt sind es 12 Personen aus den pastoralen Gremien, die zusammen mit dem Leitungsteam, zwei von der Konferenz der Hauptamtlichen gewählten Seelsorgerinnen und Herrn Hubertus Niemann aus dem örtlichen Caritasverband, künftig die Entwicklung des Pastoralen Raums mitverantworten.

Im Rahmen der ersten Synodalversammlung können dann noch einmal bis zu 12 Personen aus den verschiedenen “Orten von Kirche” in das strategische Gremium gewählt werden.

Als Leitungsteam freuen wir uns sehr über den stimmungsvollen und motivierenden gemeinsamen Auftakt bei der konstituierenden Sitzung. Nun wird es darum gehen, einander und den Raum kennenzulernen, nach und nach den spezifischen Auftrag des Rates zu erarbeiten, Arbeitsweisen und Ziele miteinander zu vereinbaren und erste Prioritäten zu setzen.

In den kommenden Wochen und Monaten informieren wir an dieser Stelle gerne regelmäßig über die Menschen, die sich im Rat engagieren, geben Einblick in die Aufgaben des Rats sowie über die Vereinbarungen und Vorhaben.

Nadine Saxler und Nicole Claire Heckmann
für den Rat des Pastoralen Raums