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Impuls zum 14.6.26

Mathhäus 10,7-8
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

Ob unser Gesundheitssystem dauerhaft finanzierbar ist? Reformen, die das gewährleisten, scheinen jedenfalls schwierig zu sein. Und der Satz aus dem Evangelium "umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben" ist nicht einfach auf das Heilen und Gesundmachen von Menschen unter heutigen Bedingungen übertragbar. Was ist damit gemeint? Jesus will deutlich machen, dass die Zeit drängt. Das Himmelreich, das Wohlergehen für die Menschen des Volkes Israel ist nahe. Und damit das handgreiflich und erfahrbar wird, sollen seine Begleiter losziehen und denen helfen, die Heiung brauchen um würdig leben zu können. Sie sollen mit ihren Gaben freigebig sein, nicht auf Dank und schon gar nicht auf Entlohnung aussein. Freigebig mit dem sein, was man zu Wohl anderer empfangen hat. Das trägt dazu bei, dem Himmelreich näher zu kommen. Vielleicht ja doch ein Hinweis darauf, das nicht alles, was Menschen heute hilft und heilsam für sie ist, nur gegen Bezahlung zu haben ist?!

Aloys Perling
Pastoralreferent

Impuls zum 7.6.26

Matthäus 9, 12-13
Als das Jesus hörte, sprach er: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.« Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

 

"Wir essen Brot und leben vom Glanz!" So drückt es Pfarrer Franz Meurer aus Köln aus. Er hat erkannt, dass gerade die ärmeren und benachteiligten Menschen in seinen Pfarreien, vor allem Kinder, Erfahrungen brauchen, die ihnen deutlich machen, dass es mehr braucht, als satt zu werden und ein Dach über dem Kopf zu haben. Zum Lebensnotwendigen gehört Anerkanntsein, Ansehen, etwas wert sein in den Augen der Anderen. Ansehen verleiht Ansehen. Das tut auch Jesus, der sich über religiöse und gesellschaftliche Schranken hinwegsetzt, um Menschen, die um ihre Würde ringen müssen, Ansehen zu geben. Er setzt sich mit ihnen an einen Tisch, um Mahl zuhalten. Das ist mehr als satt werden. Das schafft Gemeinschaft, Augenhöhe, verleiht Ansehen. Gottesdienst ist zunächst Dienst an den Armen. Barmherzigkeit ist eine Form der Gottesbegegnung. Wenn sie nicht gelebt wird, wird aus Gerechtigkeit schnell Selbst-Gerechtigkeit. Jesus wird nicht müde, das seinen Kritikern zu sagen und zu zeigen.

Aloys Perling
Pastoralreferent

Impuls zum 31.5.26

Johannes 3, 16b-17
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Rette sich, wer kann! - Ein bekanntes geflügeltes Wort, das halb scherzhaft, halb ernsthaft ausgerufen wird, wenn es mal eng wird. Sich retten heißt, schauen, wie ich mich selbst in Sicherheit bringe. Erstmal ich! Ich bin herausgefordert, meine Rettung zu bewerkstelligen. Ich bin auf mich gestellt, muss mich auf meine eigenen Kräfte und Fähigkeiten setzen, damit es mir gelingt, das rettende Ufer zu erreichen. Rette sich, wer kann! Jede/r für sich. Klingt ein wenig so wie "wenn jeder an sich denkt, ist doch an alle gedacht!" Im Bibeltext gilt eine andere Logik: Gott rettet - das ist übrigens auch die Bedeutung des Namens Jeschua - Gott rettet durch seinen Sohn Jeschua, der dazu gekommen ist, Menschen zu retten, nicht zu richten. Keiner, der an ihn glaubt, der oder die darauf vertraut, dass seine Worte und Taten die Rettung bringen, wird verloren gehen. Darauf zu vertrauen ist aussichtsreicher, als sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Das konnte nur Baron Münchhausen.

Aloys Perling
Pastoralreferent